Dirigent

Vom Studium aus eigentlich Orchesterdirigent, arbeitet Rochus Paul heute hauptsächlich mit Chören. Dabei versteht er sich in erster Linie als derjenige, der anderen hilft, auf der Bühne zu glänzen, verschwindet auch gerne mal ganz im Hintergrund. 

Obwohl er eine wegen ihrer Klarheit und Ausdrucksstärke vielgelobte Dirigiersprache beherrscht, lässt er fortgeschrittene Ensembles lieber ohne Dirigat singen. Das fordere von den Ausführenden Eigenverantwortlichkeit und erhöhte Aufmerksamkeit, vor allem aber motiviere es, der eigenen Musikalität zu vertrauen und ein Gemeinschaftsempfinden zu entwickeln. Und so lässt Rochus Paul auch schonmal ein ganzes Orchester ein Scherzo allein zu Ende spielen, greift nur an komplexen und besonders wichtigen Stellen ein.

Komponist

Im tonsetzerischen Bereich betätigt sich Rochus Paul sowohl als Komponist als auch als Arrangeur, gelegentlich auch als Layouter für Verlage u.ä.m. 

Als Komponist sieht sich Rochus Paul eher der sogenannten 'ernsten' modernen Musik verpflichtet, setzt dabei als oberstes Prinzip grundsätzlich die Publikumsnähe an: Musik soll für ihn berühren, bewegen, etwas im Zuhörer bewirken. Als Arrangeur hingegen liegt ein großer Arbeitsbereich in der Popmusik mit all ihren verschiedenen Ausprägungen. Ziel ist, dass der Grundcharakter eines Stückes in den für jegliche Besetzung maßgeschneiderten Arrangements spürbar bleibt.
Klar trennen lassen sich diese Bereiche allerdings nicht: „Die Musik entwickelt sich weiter und all die verschiedenen Genres werden sich auch weiterhin immer wieder überschneiden und vermischen. Ich eifere dem nach.“

Multiinstrumentalist

Klassisches Kunstlied, a capella-Gesang, Jazzband, Hip-Hop, Solo-Literatur - wie schon im tonsetzerischen Bereich, so legt Rochus Paul auch als ausführender Musiker großen Wert auf Vielfalt: „Ich brauche die Abwechslung, will in allen Sparten aktiv sein, die Musik als Ganzes erleben!“ 

Neben seiner tiefgreifenden klassischen Ausbildung war ihm daher schon früh wichtig, sich auch in Jazz- und Popularmusik umfassend ausbilden zu lassen, zumal er ein ausgesprochenes Talent zur Improvisation zeigte. Von seinem Erstinstrument Klavier aus erweiterte er seine Fähigkeiten schnell auf alle übrigen Tasteninstrumente inkl. Orgel, tat sich bald als ausgezeichneter Saxophonist hervor, genoss eine hochkarätige Stimmschulung und erarbeitete sich später teils unter Anleitung, teils autodidaktisch weitere Instrumente wie Schlagzeug, Posaune, Querflöte und Gitarre.